Wissenschaftsgeschichte

Die Geschichte der Wissenschaften (ihrer Ideen, Strukturen und Akteure) hat sich mittlerweile zu einem lebhaften Forschungsfeld entwickelt. Immer mehr Fachwissenschaftler, die an der Geschichte ihrer eigenen Disziplin interessiert sind, forschen auf diesem Gebiet. Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Wissenschaftshistorikern, die den Weg aus der Geschichtswissenschaft gefunden haben. Bislang habe ich zur Geschichte der Geschichtswissenschaft, der Archäologie, der Gesundheitswissenschaften, der Biologie, der Meeresforschung sowie der Human-Animal Studies geforscht.

Während meines Studiums bei der Bremer Landesarchäologin Prof. Uta Halle habe ich mich intensiv mit der Fachgeschichte der Prähistorischen Archäologie beschäftigt. In meiner Bachelorthesis untersuchte ich den Charakter der Archäologie als Legitimationswissenschaft für politische Interessen am Beispiel der Person Bolko Freiherr von Richthofen (Titel des Thesis: „Bolko Freiherr von Richthofen – Zwischen Wissenschaft und Propaganda“). Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich 2013 in die Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) aufgenommen wurde. Die DGUF ist der mitgliederstärkste bundesweite Fachverband für die Archäologie Mitteleuropas. Seit 2018 bin ich Reviewer und Rezensent für die Zeitschrift Archäologische Informationen.

Das Thema Kulturgüterschutz nicht nur aus einer kulturwissenschaftlich-archäologischen Perspektive zu betrachten, sondern mit biodiversitätswissenschftlichen Überlegungen zu verknüpfen, ist angesichts der globalen Bedrohung des materiellen Kulturerbes (und ebenso des biologischen Naturerbes) für mich ein wichtiges Anliegen. Daher halte ich Vorträge zu diesem Thema und bemühe mich dabei um einen Schulterschluss für den Erhalt des kulturellen wie auch des natürlichen Welterbes.

Meine Vorträge und Publikationen zur Wissenschaftsgeschichte:

Vortrag auf der Tagung DIGITAL CULTURES: Knowledge / Culture / Technology, co-hosted by the Centre for Digital Cultures (CDC), Leuphana University Lüneburg, and the Institute for Culture and Society (ICS), Western Sydney University, as part of the Knowledge/Culture Series, Lüneburg (19.-22.09.2018), Vortragsthema: Big Data in archaeology – a transformative novel approach?

Beitrag in der Forum Wirtschaftsethik Sonderausgabe ›Bioökonomie und Ethik‹ (14.09.2018), Thema: Von Bio-Artefakten und taxonomischen Verwerfungen. Einige wissenschafts- und technologiehistorische Überlegungen zu Stand und Zukunft der Synthetischen Biologie

Vortrag auf der internationalen DGUF-Tagung 2018 ›Sharing Heritage – Die Teilhabe am kulturellen Erbe als Bürger- und Menschenrecht‹, München (11.-13.05.2018), Vortragsthema: Öffentliche Beteiligung beginnt mit öffentlicher Sensibilisierung. Der Natur-, Arten- und Tierschutz als Beispiel für den Kulturgüterschutz?

Vortrag auf der Tagung Human History and Digital Future der CAA (Computer Applications & Quantitative Methods in Archaeology), Eberhard Karls Universität Tübingen (19.-23.03.2018), Vortragsthema: Creative disruption in Central European archaeology – reflexive or thoughtless?

2. Platz bei der OpenCon London Blog Competition (mit Marina Lubenow), London (21.11.2017), Beitragsthema: Open in order to think multidisciplinary!

Präsentation bei bei 2nd Public Archaeology Twitter Conference, Twitter (17.11.2017), Präsentationsthema: Archaeology intervening in politics – learning from the past to create a better future?

Gastkommentar in der Zeitschrift Garten & Teich (04.10.2017), Thema: Wenn es der Politik an Transparenz und Fachlichkeit fehlt

Vortrag auf der SIAA 2017 – Studierendenkonferenz Innovative und Aktive Altertumswissenschaften Mainz, Universität Mainz (11.06.2017), Vortragsthema: Natur-, Arten- und Tierschutz als Referenzen im Diskurs um den Kulturgüterschutz. Sinnvolle Analogie oder argumentativer Fehlgriff?

Vortrag beim Kolloquium des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Eberhard Karls Universität Tübingen (24.05.2017), Vortragsthema: Wissenschaftsgeschichte im digitalen Zeitalter

Forum WirtschaftsethikBeitrag im Forum Wirtschaftsethik, herausgegeben vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (28.04.2017), Thema: Von Bio-Artefakten und taxonomischen Verwerfungen. Einige wissenschafts- und technologiehistorische Überlegungen zu Stand und Zukunft der Synthetischen Biologie

Vortrag auf der Tagung Geisteswissenschaften [frage-zeichen], Universität Hamburg (13.01.2017), Vortragsthema: Die Radiokohlenstoffdatierung – technologiegetriebene Fragestellungen als Motor der Scientific Revolution

Science-Slam-Vortrag beim Festlichen Studienauftakt der Universität Bremen, Bremen (23.10.2015) [angefragt, entfallen wegen Terminkollision], Vortragsthema: Es ist kompliziert… aus dem interdisziplinären Beziehungsleben der Archäometrie

slamVortrag beim 4. Bremer Science Slam, Kulturzentrum Lagerhaus (21.01.2015), Vortragsthema: Es ist kompliziert… aus dem interdisziplinären Beziehungsleben der Archäometrie

Vortrag auf dem internationalen Symposium „Vernetzt – Kulturwissenschaften und Kulturpolitik. Forschung, Lehre, Legitimation“, Focke-Museum Bremen & Haus Atlantis (28.-29.06.2013), Vortragsthema: „(…) um dadurch endlich einmal zu einer einheitlichen Arbeitsplanung auf dem Gebiete der Geschichtswissenschaft im nationalsozialistischen Sinne zu gelangen.” Der SD als hochschulpolitischer Akteur.

Beitrag in bonjour.Geschichte 3 (2013), Thema: „(…) um dadurch endlich einmal zu einer einheitlichen Arbeitsplanung auf dem Gebiete der Geschichtswissenschaft im nationalsozialistischen Sinne zu gelangen.” Der SD als hochschulpolitischer Akteur

Vortrag auf der ZUfo, der studentischen Konferenz für interdisziplinäre Fragen, Zeppelin Universität Friedrichshafen (22.-23.02.2013) [aus organisatorischen Gründen entfallen], Vortragsthema: Der Pfad der Geschichte? Pfadabhängigkeit als Konzept in der Geschichtswissenschaft

Vortrag auf der Tagung “Biodiversität und Gesellschaft: Gesellschaftliche Dimensionen von Schutz und Nutzung biologischer Vielfalt” im Rahmen des Promotionsstudienganges “Biodiversität und Gesellschaft”, Georg-August-Universität Göttingen (14.-16.11.2012), Vortragsthema: Das Ende der Naturgeschichte? Was unser Umgang mit Neobiota über unser Verständnis von Biodiversität verrät

Leitung eines Kurses auf der Nordakademie des Clubs der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademien (CdE), Hamburg (26.-28.10.2012), Kursthema: Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Vortrag in der Ad-hoc-Gruppe „Soziologische Vielfalt und interdisziplinäre Zusammenhänge“ auf dem 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Ruhr-Universität Bochum / TU Dortmund (01.-05.10.2012), Vortragsthema: Historische Wissenschaftsforschung – Grenzbereich zwischen Soziologie und Geschichtswissenschaft

Vortrag auf der Tagung „Die Gesellschaft im Anthropozän – Soziale Triebkräfte und Implikationen“ der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie, KWI – Kulturwissenschaftliches Institut Essen (17.-18.09.2012) [entfallen wegen Krankheit], Vortragsthema: Das Wissen im Anthropozän: Die Tierwelt als epistemologisches Ordnungsprinzip?