Vortrag: Wir basteln uns ein Mammut

An der Uni Tübingen sprach ich in dieser Woche im Rahmen der Ringvorlesung zur Genom-Editierung über die Wiedererschaffung ausgestorbener Tierarten. Der Titel meines Vortrages lautete provokant: Wir basteln uns ein Mammut. Aus wissenschaftshistorischer Perspektive habe ich die Versuche, ausgestorbene Tierarten mittels verschiedener Verfahren erneut zum Leben zu erwecken, beschrieben und analysiert. Die technologischen Möglichkeiten, insbesondere der Genom-Editierung, sind gewaltig. Die Wiederschaffung von Arten ist deshalb ein realistisches Szenario der nahen bis mittleren Zukunft. Diese technologischen Möglichkeiten fordern die bisherigen Strategien im Umgang mit dem globalen Artensterben heraus. Es bedarf einer breiten Debatte in Fachöffentlichkeit wie auch in der Gesellschaft über den Umgang mit dieser Technologie. Voraussetzung dafür sind Technikfolgenforschung und öffentliche Sensibilisierung.

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