Politisch

Werdegang: Mein politisches Engagement begann zu Schulzeiten in einer Umweltinitiative meines Heimatortsteils Bremen-Arbergen, was mich bald darauf in den Landesvorstand der Grünen Jugend und schließlich auf die Kandidatenliste der Bremer Grünen zur Bürgerschaftswahl 2003 führte. Im Mai 2003, drei Wochen nach meiner letzten Abiturprüfung, wurde ich in den Landtag gewählt. Als jüngster Abgeordneter übernahm ich dort für meine Fraktion die Aufgabe des kinder- und jugendpolitischen Fraktionssprechers. Nach vier spannenden Jahren im Parlament entschied ich mich, meinen Studium zuliebe nicht noch einmal zur Wahl anzutreten. Stattdessen kandidierte ich 2007, wenige Wochen nach dem Ausscheiden aus dem Landtag, für den Landesvorsitz der Grünen. Im zweiten Wahlgang unterlag ich denkbar knapp mit 52:53 Stimmen meinem Gegenkandidaten.
2009 schließlich entschied ich mich zum Rücktritt von allen Parteiämtern und zum Austritt aus der Grünen Partei. Die Gründe dafür hatten viel mit veralteten Parteistrukturen und mangelnden parteiinternen Gestaltungsmöglichkeiten für junge Menschen zu tun. Ich habe Thomas Leif für dessen Buch Angepasst und ausgebrannt. Die Parteien in der Nachwuchsfalle und Wolfgang Gründinger für sein Buch Alte Säcke Politik meine damalige Entscheidung ausführlich erklärt, bei Interesse kann man dort nachlesen.

Es folgte dann ein Umzug nach Hamburg und schließlich der Parteiwechsel zur SPD. Seit 2010 war ich als Mitarbeiter der SPD Bezirksfraktion Hamburg-Mitte tätig und gleichzeitig Mitarbeiter und zuletzt Büroleiter des Bürgerschaftsabgeordneten Andy Grote (seinerzeit stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion; heute Hamburger Senator für Inneres und Sport). Ich blieb dies bis Andy Grote im Mai 2012 zum Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte gewählt wurde und deshalb aus der Bürgerschaft ausschied.
Seit 2013 lebe ich wieder in Bremen. Im Juni 2015 wurde ich direkt über Personenstimmen in die Bremische Bürgerschaft gewählt. In unserer Landtagsfraktion bin ich Sprecher für die Bereiche Umwelt-, Energie- und Landwirtschaftspolitik. Daneben bin ich Mitglied der staatlichen und der städtischen Deputation für Kultur, in der ich mich insbesondere Fragen des kulturellen Erbes sowie der Erinnerungspolitik widme. Außerdem bin ich Mitglied des Beirates der Landeszentrale für politische Bildung Bremen.

Auch als Historiker befasse ich mich mit politischen Fragestellungen, insbesondere mit den Mechanismen parlamentarischer Willensbildung. Im Jahr 2012 wurde ich für einen parlamentsgeschichtlichen Essay über den Zentrumspolitiker und Reichstagsabgeordneten Ludwig Windthorst mit dem Ludwig-Windthorst-Preis der Stadt Meppen ausgezeichnet. Die Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Hans-Georg Aschoff überzeugten an meinem Essay insbesondere die „aufschlussreiche[n] Einsichten in das heterogene Innenleben der Zentrumsfraktion“ sowie einige von mir herausgearbeitete „unbekannte Facetten“ des Politikers Windthorst.

[Essay] Wahlkampfmanagement – vorgestern und heute: „Nehmen wir uns einmal die Zeit und begeben uns auf einen Zeitsprung, weit weg vom Alltagsgeschäft der heutigen Politik. Zur Abwechslung allerdings machen wir nicht den Sprung in die Zukunft, wie dies bei der Entwicklung politischer Visionen ja gemeinhin üblich ist. Nein, wir drehen die Zeit zurück. Und das nicht bloß ein paar Jahre oder Jahrhunderte, sondern gleich tausende von Jahren.“ Weiterlesen…

2015 wurde ich vom Präsidium der Bundes-SPD in das Fellowship-Programm der Führungsakademie der sozialen Demokratie berufen. Die SPD hat die Führungsakademie im Jahr 2007 gegründet. Sie richtet sich an angehende Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker. Damit wird an die Tradition der SPD Parteischule angeknüpft, die 1906 gegründet wurde.

Die Redaktion der Fachzeitschrift Politik & Kommunikation hat mich als einen der politischen Rising Stars des Jahres 2016 ausgewählt. Die Jury schrieb: „Der 32-Jährige ist seit 2015 Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und Sprecher für Umwelt und Landwirtschaft. Bevor Crueger 2009 der SPD beitrat, war er Mitglied der Grünen, für die er 2003 als jüngster Abgeordneter in das Landesparlament einzog. Seinen Parteiwechsel begründete er mit einem Mangel an Möglichkeiten zur Mitbestimmung bei den Grünen. Neben seinem parteipolitischen Engagement ist er Präsident des Verbands Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde.“

Seit 2017 gehöre ich dem Bund-Länder-Gesprächskreis im Progressiven Zentrum an, einem unabhängigen fortschritts- und innovationsorientierten Berliner Think Tank.

Das Fernsehmagazin buten un binnen hat mich und meine Arbeit als Landtagsabgeordneter in einem Beitrag über junge Politiker vorgestellt: