Vortrag: Natur-, Arten- und Tierschutz als Referenzen im Diskurs um den Kulturgüterschutz. Sinnvolle Analogie oder argumentativer Fehlgriff?

Der Schutz bedrohter Kulturgüter ist nicht erst seit der Zerstörung von Palmyra ein aktuelles Thema. Die archäologischen Wissenschaften beginnen zunehmend, der Zerstörung von Kulturgütern und dem illegalen Antikenhandel eigene Antworten und Konzepte entgegenzusetzen.

In Mainz fand nun die SIAA 2017 – Studierendenkonferenz Innovative und Aktive Altertumswissenschaften statt, die sich dem Bewusstsein für Schutz und Erhalt des kulturellen Erbes gewidmet hat. Ich habe auf dieser Tagung über die Möglichkeiten gesprochen, vom Feld des Natur-, Arten- und Tierschutzes für den Kulturgüterschutz zu lernen. Insbesondere für die Frage, wie sich öffentliches Bewusstsein und Anteilnahme steigern lassen, bietet sich hier ein erfolgreiches Best Practice Modell.

In der abschließenden Podiumsdiskussion habe ich darauf hingewiesen, wie wichtig ein transparenter Umgang von Museen mit Exponaten zweifelhafter und möglicherweise illegaler Herkunft ist. Je plastischer Museen die Herkunftsgeschichte und den Hintergrund dieser Sammlungsstücke thematisieren, umso eher wird sich bei den Besuchern ein Bewusstsein für den Kulturgüterschutz erzeugen lassen.

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