Zukunft der Wissenschaft: Open Access

Open Access in der Wissenschaft, das meint den freien Zugriff auf Forschungsdaten, -ergebnisse und -publikationen. Wurden diese Informationen früher restriktiv geschützt, so etabliert sich zunehmend ein offener und kollaborativer Umgang damit.

Im Mai war ich im Rahmen der Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF), in die ich als Wissenschaftshistoriker aufgenommen wurde, auf der DGUF-Jahrestagung in Erlangen. Dort wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, das renommierte Publikationsorgan der Gesellschaft – die Archäologischen Informationen – fortan als Open-Access-Zeitschrift zu veröffentlichen. Ich habe mich sehr über diese Entscheidung gefreut, denn sie ist ein Schritt in die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens. Auch wenn Skeptiker befürchten, durch Open Access käme es zu einer Entwertung wissenschaftlicher Publikationen (jener vielbeschworenen „Gratis-Mentalität“ im Internet), so ist gerade im wissenschaftlichen Bereich das Gegenteil zu erwarten. Denn durch Open Access haben auch jene Wissenschaftler eine Chance wahrgenommen, rezipiert und zitiert zu werden, die nicht in den wenigen erstklassigen Zeitschriften publizieren. Der wissenschaftliche Diskurs wird dadurch breiter und offener.

Sehr gespannt bin ich bereits auf die Open Access Tage 2013 im Oktober, an denen ich als Referent teilnehmen werde. In einer Session zum Thema „Umgang mit Forschungsdaten“ werde ich über meine persönlichen Erfahrungen mit Open Access und Open Data in der Geschichtswissenschaft referieren.

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