Kategorie-Archiv: Blog

Workshop: Auf dem Weg in die digitale Kreativallmende

Der diesjährige Bundeskongress Politische Bildung (19. bis 21. März in Duisburg) befasst sich mit den Ungleichheiten in der Demokratie und versucht dabei insbesondere Aspekte der Digitalisierung zu thematisieren. Ich habe für den Bundeskongress einen Vorschlag für einen Workshop eingereicht, in dem über Wege zu mehr kreativer Freiheit im Internet nachgedacht werden soll. Im Rahmen eines World-Cafés möchte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgende Fragen erörtern: 1.) Welchen Stellenwert sollen Urheber-, Nutzungs- und Verwertungsrechte im digitalen Raum haben und welcher Stellenwert soll im Vergleich dazu der kreativen Entfaltung und dem Recht auf Remix zukommen? 2.) Sind die Creative Commons-Lizenzen ein guter Lösungsansatz und welche anderen Modelle wären denkbar? 3.) Wäre eine digitale Kreativallmende ein erstrebenswertes Modell und falls ja, wie sollte sie ausgestaltet sein? Weiterlesen

Workshop: EUROPEANA 1914-1918

Seit einigen Jahren bietet die AWO in Bremen ein umfangreiches Fortbildungsangebot für ältere Menschen an, die ‚Universität der 3. Generation‚. Im Programm stehen auch Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung, so wurde in diesem Semester ein Workshop zur digitalen Bibliothek ‚EUROPEANA 1914-1918‚ angeboten. In dieser Online-Bibliothek werden digitalisierte Quellen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges bereitgestellt, die sowohl aus den Sammlungen von Archiven und Bibliotheken stammen, als auch von Privatpersonen selbstständig eingestellt werden können. Weiterlesen

Social Media: Digitale Geschichtswissenschaft auf Twitter

In den kommenden 5 Wochen betreue ich den Twitter-Account der AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Ich bin schon gespannt darauf. Wer uns bislang noch nicht auf Twitter folgt, sollte das zügig nachholen: https://twitter.com/digigw

Publikation: Nichts als Hilflosigkeit

Das ‚Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung‚ widmet sich in der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift FIfF-Kommunikation dem Themenschwerpunkt ‚Überwachung‘. Der Soziologe Thomas Krämer-Badoni und ich haben darin einen Essay veröffentlicht. Unter der Überschrift ‚Nichts als Hilflosigkeit‘ kommen wir zu folgendem Fazit:

„Die Probleme der digitalen Gesellschaft müssen wir erst noch entdecken und verstehen, ihre Handhabung erfordert Offenheit und kulturelle Phantasie. Und erst nach der Entstehung neuer kultureller Strukturen werden wir die der digitalen Gesellschaft entsprechenden Rechtsformen entwickeln können. Angesichts der gesellschaftlichen Transformationen, die uns bevorstehen, wird die Entwicklung einer neuen Kultur der Kommunikation Jahre und Jahrzehnte, auch länger dauern. Der Weg wird lang und steinig sein, aber wir werden ihn gehen müssen. Auch für uns gibt es kein zurück. Wohin auch?“

Publikation: Die Dark Ages des Internet?

Heute erschien der Sammelband ‚Was bleibt? Nachhaltigkeit der Kultur in der digitalen Welt‘, der im Rahmen der CoLab-Initiative ‚Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt‘ enstanden ist. In diesem Sammelband wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was von unserem digitalen Kulturerbe in 20, 50 oder 100 Jahren noch erhalten bleiben wird. In meinem Aufsatz ‚Die Dark Ages des Internet‘ (S. 191-197) befasse ich mich mit der Geschichtsschreibung der digitalen Welt. Wie ist der aktuelle Stand der Geschichtswissenschaft auf diesem Gebiet? Wo liegen Chancen, Probleme und Risiken? Der ganze Sammelband ist als Open Publication zugreifbar.

Digitales Kulturerbe: Den Berliner Appell unterstützen!

Die CoLab-Initiative ‚Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt‘, der ich als Experte angehört habe, hat zu ihrem Abschluss den ‚Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes‘ veröffentlicht. Dieser Appell ist das Resultat unserer Beratungen in den letzten Monaten, während derer wir uns intensiv mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die verschiedenen Gedächtnisinstitutionen beschäftigt haben. Ich ermuntere alle Interessierten, unseren Appell zu unterzeichnen!

„Unsere Gesellschaft ist seit langem von dem Konsens bestimmt, dass Wissen und Kultur zu erhalten sind. Das Wissen unserer Tage wie die Kultur unserer Gesellschaft werden aber zunehmend mittels elektronischer Medien gespeichert und sollen über diese überliefert werden. Die Bewahrung dieses Wissens und dieser Kultur steht auf tönernen Füßen. Die Bereitschaft, auch in der elektronischen Welt in die Bestandserhaltung zu investieren, ist nicht sehr groß. Die Einsicht in die Notwendigkeit, die Prozesse der digitalen Langzeitarchivierung nachhaltig und dauerhaft zu finanzieren, ist noch nicht ausgeprägt. Die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Bestandserhaltung auch von analogen Informationsträgern sind noch lange nicht ausgeschöpft. Das ist ein Appell zur Nachhaltigkeit in der elektronischen Welt. Weiterlesen…

Zukunft der Wissenschaft: Open Access

Open Access in der Wissenschaft, das meint den freien Zugriff auf Forschungsdaten, -ergebnisse und -publikationen. Wurden diese Informationen früher restriktiv geschützt, so etabliert sich zunehmend ein offener und kollaborativer Umgang damit.

Im Mai war ich im Rahmen der Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF), in die ich als Wissenschaftshistoriker aufgenommen wurde, auf der DGUF-Jahrestagung in Erlangen. Dort wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, das renommierte Publikationsorgan der Gesellschaft – die Archäologischen Informationen – fortan als Open-Access-Zeitschrift zu veröffentlichen. Ich habe mich sehr über diese Entscheidung gefreut, denn sie ist ein Schritt in die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens. Weiterlesen

Konferenz: re:publica 13

Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung, die innovative Ideen zur Zukunft des Wissenschaftsjournalismus fördert und mich hierzu auch auch schon interviewt hat, nahm ich in diesem Jahr an der Netzkonferenz re:publica in Berlin teil.

Die Robert Bosch Stiftung bot dort zwei Sessions zum Wissenschaftsjournalismus der Zukunft an, „Vom Erklärbär zur Ameisenkönigin“ zu den Themen Crowdsourcing und Deliberation sowie „Goldene Zeiten für Entrepreneurial Science Journalism?„. Beide Sessions waren sehr gut besucht und inhaltlich spannend. Der Wissenschaftsjournalismus zeigte sich somit auf der re:publica diskussionsfreudig und aufgeschlossen gegenüber der digitalen Zukunft. Im deutschsprachigen Journalismus ist dies ja leider noch keine Selbstverständlichkeit.

Essay: Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum

Die April-Ausgabe der Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, widmet sich einem digitalen Thema, nämlich dem Spannungsfeld von „Transparenz und Privatsphäre“.

Ich habe für dieses Heft einen feuilletonistischen Essay geschrieben, dessen Titel lautet: „Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum: Konflikt um die Reichweite sozialer Normen“. Darin befasse ich mich mit der Problematik, dass Arbeitgeber in den Social Media gezielt nach Spuren ihrer Beschäftigten und Bewerber suchen und ein paar unglückliche Partyfotos auf Facebook schon ausreichen können, um die eigenen Jobchancen zunichte zu machen. Das ganze Heft kann kostenfrei heruntergeladen werden.

 APuZ 'Transparenz und Privatsphäre' (PDF)

Vortrag: Annexionen? Kolonien? Handelsmacht? Kriegsziele und Kriegsgegner aus der Sicht der Bremer Handelskammerpräsiden, 1916–1918

Am 12. April findet im Haus der Wissenschaft in Bremen (Sandstr. 4/5) ein Workshop statt, auf dem einige Forschungsergebnisse des Projektes „Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918“ präsentiert werden. Die Einführung und Moderation übernimmt Prof. Dr. Christa Hämmerle (Universität Wien), Expertin für die sogenannte „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes habe ich die Geschichte der Bremer Handelskammer im Ersten Weltkrieg untersucht, worüber ich in einem Vortrag berichten werde.

Interview: Wissenschaftsjournalismus 3.0

Die Robert Bosch Stiftung hat für ihre Facebookseite „Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus“ ein Interview mit mir geführt, in dem ich meine Idee zum Wissenschaftsjournalismus 3.0 erkläre. Mit dieser Idee habe ich den Publikumspreis auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012 gewonnen.

Hier findet Ihr das Interview auf Facebook…

Auszeichnung: Publikumspreis Zukunft des Wissenschaftsjournalismus

Am Freitag war ich auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Thema waren in diesem Jahr „Lebensläufe im Wissenschaftsjournalismus“. In mehreren Sessions wurden wissenschaftsjournalistische Karriereverläufe, die Bedeutung gründlicher und investigativer Recherchen sowie die Rolle von Social Media für den Wissenschaftsjournalismus diskutiert. Im Rahmen eines Elevator-Pitches hatten zudem bereits im Vorfeld Nachwuchsjournalisten und Studenten ihre Ideen für den Wissenschaftsjournalismus der Zukunft einreichen können. 10 dieser Ideen waren von einer Jury für den Publikumspreis nominiert worden, sie wurden am Freitag in jeweils 2 Minuten dem Auditorium vorgestellt. Ich freue mich sehr, dass meine Idee nominiert wurde und ich das Publikum überzeugen konnte, so dass ich den Publikumspreis gewonnen habe.

Auszeichnung: Ludwig-Windthorst-Preis der Stadt Meppen

Der bekannte Zentrumspolitiker und Reichstagsabgeordnete Ludwig Windthorst hätte in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert. Obwohl niemals Vorsitzender der katholischen Zentrumsfraktion im Reichstag, war er dennoch deren unangefochtene Führungsfigur und überdies der wohl hartnäckigstige parlamentarische Gegenspieler des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Aufgrund seines selbstbewussten, engagierten und ausgleichenden parlamentarischen Stils gilt Windthorst bis heute als einer der bedeutensten deutschen Parlamentarier. Der Historiker Golo Mann nannte Windthorst gar den „genialsten Parlamentarier, den Deutschland je besaß“.

Um das Andenken an Ludwig Windthorst wach zu halten, hat die Stadt Meppen in diesem Jahr erstmals den Ludwig-Windthorst-Preis verliehen. Ich freue mich sehr, dass ich für einen parlamentsgeschichtlichen Essay über die mikropolitischen Handlungsweisen des Abgeordneten Ludwig Windthorst mit diesem Preis ausgezeichnet wurde. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wurde mir feierlich vom Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und dem Bürgermeister der Stadt Meppen überreicht. Weiterlesen

Interdisziplinär: Politische Kommunikation

Ich wurde in das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo) aufgenommen. Da die historische Rolle von Wissenschaftlern als politische Akteure einer meiner Forschungsschwerpunkte ist, freue ich mich auf den Austausch in diesem interdisziplinären Netzwerk.

Vortrag: Das Ende der Naturgeschichte? Was unser Umgang mit Neobiota über unser Verständnis von Biodiversität verrät

Das vorläufige Programm der Tagung Biodiversität und Gesellschaft, die vom 14. bis 16.11. an der Universität Göttingen stattfinden wird, ist jetzt online abrufbar. Ich werde dort einen Vortrag in der Session zu Theorie und Grundlagenreflexion halten und darin den Umgang der Gesellschaft mit neu eingeschleppten Tier- und Pflanzenarten, den sogenannten Neobiota, thematisieren.

Kurs: Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Vom 26. bis 28.10. findet in Hamburg die 2. Nordakademie des Clubs der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademien statt. Teilnehmen können alle Mitglieder des Clubs, nicht nur Norddeutsche, eine Reise nach Hamburg lohnt ja auch von weiter her. Ich biete in diesem Jahr wieder einen Kurs zur Wissenschaftsgeschichte an. Hier die Beschreibung meines Kurses:

Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Worin besteht der Unterschied zwischen Wissen und Wissenschaft? Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen Forschungsgegenstand und Forschungsdiskurs? Wie beeinflusst das akademische System die wissenschaftliche Erkenntnis? Welche Bedeutung hat die Kenntnis der eigenen Wissenschaftsgeschichte für ein akademisches Fach? Diesen Fragen wollen wir mittels wissenschaftshistorischer, -soziologischer und -philosophischer Ansätze nachgehen.

Vortrag: Das Wissen im Anthropozän. Die Tierwelt als epistemologisches Ordnungsprinzip?

Am 17. und 18.09. findet am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) die 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie statt. Das Thema der Tagung lautet: Die Gesellschaft im Anthropozän. Soziale Triebkräfte und Implikationen. Ich werde dort einen Vortrag zur Transformation von Wissensordnungen halten und untersuche dafür den epistomologischen Blick des Menschen auf die Tierwelt.

Statusmitteilung

Presse: Buchpräsentation

„Jetzt sind auch die Achtziger Geschichte“ – der Weser Kurier berichtet über unsere Buchpräsentation…

Vortrag: Von kritikfähigen Szenetypen, zärtlichen Mackern und eigenwilligen Frauen. Kontaktanzeigen im Bremer Blatt und KursBuch als Medium alternativer Rollenbilder und Beziehungsentwürfe

Am 18.07. ab 20 Uhr findet die offizielle Präsentation des Sammelbandes „Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen“ im Wienerhof Café (Weberstraße 25) in Bremen statt. Unter anderem werden Larena Schäfer und ich unseren Aufsatz aus dem Sammelband in einem kurzen Vortrag vorstellen.

Vortrag: Historische Wissenschaftsforschung – Grenzbereich zwischen Soziologie und Geschichtswissenschaft

Mittlerweile wurden die Vortrags-Abstracts der Ad-hoc-Gruppe „Soziologische Vielfalt und interdisziplinäre Zusammenhängeonline gestellt, die im Rahmen des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (01. bis 05. Oktober 2012) stattfinden wird. Ich selber werde über die Historische Wissenschaftsforschung als Grenzbereich zwischen Soziologie und Geschichtswissenschaft referieren. Die thematische Bandbreite innerhalb unserer Ad-hoc-Gruppe ist äußerst beachtlich, ich freue mich schon auf spannende interdisziplinäre Diskussionen!

Vortrag: Erich Kästner zwischen 1933 und 1945. Literat, Intellektueller, „Beobachter und Zeuge“?

Am vergangenen Wochenende fand an der Universität Bremen ein studentisches Symposium zum Thema Kunst und Politik in der Geschichte statt. Bereits zum zweiten Mal veranstalteten Bremer Geschichtsstudenten ein solches Symposium, eine beeindruckende organisatorische Leistung! Rund 40 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland fanden sich am Freitag und Samstag zusammen, um Aspekte des Wechselverhältnisses zwischen Politik und Kunst seit der Antike bis heute zu diskutieren. Weiterlesen