Kategorie-Archiv: Blog

Open Science: Diskussion mit den Jungen Europäischen Föderalisten

Gestern habe ich mit den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) in Bremen über Open Science in der Europäischen Union diskutiert. Nachdem ich zunächst einen Überblick über die Wissenschaftspolitik der EU-Kommission gegeben und dabei insbesondere den „disruptiven Utopismus“ der europäischen Open Science-Strategie beleuchtet habe, schloss sich eine spannende Diskussion mit den JEF-Mitgliedern an. Wir haben dabei einige Ideen entwickelt, wie die EU-Kommission das Thema Open Science in den Mitgliedsländern stärker forcieren könnte. Ich bin gespannt, diese Ideen gemeinsam mit der JEF weiter zu entwickeln.

Impulsvortrag: Open Science in der EU

Die Jungen Europäischen Föderalisten Bremen haben mich zu ihrem nächsten Stammtisch eingeladen. Dort werde ich einen Impulsvortrag über Stand und Perspektiven von Open Science in der Europäischen Union halten. Die Ankündigung meines Vortrages lautet: Die Wissenschaft von morgen ist offen. Das bedeutet, der Zugang zu Daten, Publikationen, Methoden, Bewertungen und all dem, was Wissenschaft sonst noch ausmacht, wird offen, transparent und partizipativ gestaltet werden. Keine leichte Aufgabe. Wie ist der Stand der Dinge auf europäischer Ebene? Ist die EU willens und im Stande, eine offene Wissenschaft auch gegen Widerstände zu verwirklichen?

20.02.2018, 20.00 Uhr, Karton (Am Deich 86, 28199 Bremen)

Publikation: Das Museum in postfaktischer Zeit

In der kürzlich erschienenen Ausgabe der ›Museumskunde‹ (02/2017), die vom Deutschen Museumsbund halbjährlich herausgegeben wird, haben mein Kollege Nils Steffen und ich unseren Appell zum Museum im postfaktischen Zeitalter veröffentlicht. Wir haben diesen Appell schon auf der Jahrestagung des Museumsbundes im Mai 2017 vorgestellt. Nunmehr liegt er also in schriftlicher Form vor, wir sind gespannt auf die weiteren Diskussionen. Weiterlesen

Archivpolitik: Webangebote des Landes Bremen und der Stadtgemeinden – Archivierung sichergestellt?

Ich frage den Senat (die bremische Landesregierung) in einer Frage für die parlamentarische Fragestunde, ob und wie im Bundesland Bremen neben der Archivierung digitaler Behördendokumente auch die Sicherung von Webangeboten des Landes und der Stadtgemeinden sichergestellt wird. Ich bin gespannt auf die Antwort, die in der Plenarsitzung des Landtages im Februar zu erwarten ist.

 Anfrage in der Fragestunde: Webangebote des Landes Bremen
und der Stadtgemeinden – Archivierung sichergestellt? (PDF)

Europeana: Konsultation zur Zukunft des Projektes

Rückblick: Der Workshop 2014

Die Europeana ist eine virtuelle Bibliothek für das digitalisierte Kulturerbe Europas. Ein tolles Projekt, das die vielfältigen kulturellen Ressourcen der europäischen Bibliotheken, Archive, Museen und anderer Gedächtnisinstitutionen leicht zugänglich macht. In sehr guter Erinnerung ist mir bis heute ein Workshop, den ich 2014 gemeinsam mit Bruno Steinmann im Rahmen der Universität der 3. Generation speziell für ältere Menschen angeboten habe. Wir haben uns damals mit der EUROPEANA 1914-1918 beschäftigt, einem Teilprojekt für das Kulturerbe aus der Zeit des 1. Weltkrieges. Nach einer kurzen theoretischen Einführung ging es gleich in die Praxis. Neben der Recherche in der Datenbank begeisterte die Seniorinnen und Senioren insbesondere die Möglichkeit, eigene Fotos und andere Dokumente aus der Zeit von 1914-1918 vor Ort zu digitalisieren und in die Europeana einzustellen. Dieser Mitmach-Effekt ist meines Erachtens genau das, worum es bei modernen Schlagworten wie „Citizen-Science“ / „Bürgerwissenschaften“ und „offenen Gedächtnisinstitutionen“ geht.

Noch bis zum 14. Januar kann die interessierte Öffentlichkeit nun an einer Konsultation zur Europeana teilnehmen. Weiterlesen

Jahrestagung Deutsche Gesellschaft Club of Rome: Politik als Prozess verstehen und gestalten

Im Dezember nahm ich mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus dem Think Tank 30, der jungen Denkfabrik des Club of Rome, an der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Club of Rome in Hamburg teil. Wir diskutierten gemeinsam mit Gästen wie Altbundespräsident Christian Wulff über die Mobilitäts-, Energie- und Agrarwende sowie die „Globale Gerechtigkeitskrise als Nährboden für Populismus“. In unserer Diskussion über die Ursachen von Populismus und dem Vertrauensverlust der Politik brachte ich einen Punkt in die Debatte ein, der mich seitdem gedanklich weiter beschäftigt. Weiterlesen

Netflix: Die Macht der Algorithmen

Der Streaming-Dienst Netflix macht momentan Schlagzeilen, aber nicht wie gewohnt mit neuen Serienformaten. Ein Tweet von Netflix US sorgt für Wirbel, der darauf anspielt, wie detailliert der Dienst das Nutzerverhalten seiner Kunden analysiert. ›Netflix is watching you‹ titelt der Branchendienst Meedia. Offenbar handelt es sich bei dem Tweet um eine PR-trächtige Provokation von Netflix‘ Social Media Team, aber anzunehmenderweise besitzt sie einen wahren Kern. Denn die möglichst genaue Kenntnis über die Vorlieben und Sehgewohnheiten seiner Kunden gehört für Netflix zum Geschäftsmodell. Dazu passt die gestrige Meldung, wonach Netflix künftig stärker mit interaktiven Angeboten experimentieren will, um die Zuschauer etwa darüber entscheiden zu lassen, welchen Handlungsverlauf eine Sendung nehmen soll. Je nach individuellem Nutzergeschmack könnte zwischen verschiedenen Handlungsverläufen gewählt werden.

Als Netflix im Jahr 2014 in Deutschland startete, fragte die taz: Wird das deutsche Fernsehen jetzt besser? Ich gab dazu eine Antwort, die am 13.09.2014 in leicht gekürzter Form in der taz abgedruckt wurde: Weiterlesen

Workshop: Die Bibliothek als Informationseinrichtung im Zeitalter digitaler Datenflut und viraler Postfaktizität

Vom 21. bis 23. Februar 2018 findet in Wien die InetBib-ODOK-Tagung zum Thema Informationsqualität statt. Sie wird gemeinsam von InetBib – Internet in Bibliotheken und ODOK – Österreichisches Online-Informationstreffen ausgerichtet. Ich freue mich, auf dieser Tagung einen zweistündigen Workshop anzubieten, in dem ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Bibliothek „als Informationseinrichtung im Zeitalter digitaler Datenflut und viraler Postfaktizität“ diskutieren werde. Weiterlesen

#IDPD17: Warum Webarchivierung wichtig ist

Heute ist International Digital Preservation Day (#IDPD17), der internationale Tag zur digitalen Erhaltung. Seit Jahren werbe ich als Digital-Historiker für die Wichtigkeit konzeptionierter und systematischer Webarchivierung, um künftige geschichtswissenschaftliche Forschung mit Webquellen zu ermöglichen und bedeutsame Teile des Web als Kulturgut zu erhalten. Zum heutigen Tag habe ich dieses Kernanliegen in einer Reihe von Tweets aufbereitet:

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OpenCon London: 2. Platz bei der Blog Competition

Anlässlich der OpenCon in London (Konferenz für Open Access, Open Education und Open Data) in der vergangenen Woche wurde der Gewinner der Blog Competition zum Thema „Open in order to…“ bekannt gegeben. Meine Kollegin Marina Lubenow und ich hatten dafür einen Blogartikel verfasst, der die Wichtigkeit von Open Science für fächerübergreifende Wissenschaft und Forschung unterstreicht: „Open in order to think multidisciplinary!“.

Das Abstimmungsergebnis der Blog Competition war extrem spannend, es standen 17 Blogbeiträge zur Auswahl, insgesamt wurden 545 Stimmen abgegeben. Wir unterlagen mit 227 (41,8%) zu 237 (43,5%) Stimmen knapp und landeten auf dem 2. Platz, über den wir uns dennoch sehr freuen. Sieger wurde Dasapta Erwin Irawan, ein indonesischer Hydrogeologe, mit seinem Text „Openness for the inferior: a view from Indonesian Scientist“. Wir gratulieren Dasapta sehr herzlich und danken allen, die für uns abgestimmt haben! Weiterlesen

#PATC: Archaeology intervening in politics – learning from the past to create a better future?

Hier findet Ihr alle Tweets meiner heutigen Präsentation im Rahmen der Public Archaeology Twitter Conference #PATC

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OpenCon 2017 London: Open in order to think multidisciplinary!

Für die OpenCon 2017 in London haben Marina Lubenow und ich einen Blogartikel verfasst, der unsere ganz persönliche Antwort darauf gibt, warum wir Open Science brauchen. Hier könnt Ihr den Text lesen: Open in order to think multidisciplinary!

Public Archaeology: Twitter Conference

In der Archäologie entwickelt sich, ähnlich wie zuvor bereits in der Geschichtswissenschaft, ein Zweig der Public Archaeology mit der Zielsetzung, archäologische Wissenschaft der breiten Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen und in den Dialog mit Selbiger zu treten. Ein sehr spannendes Kommunikationsformat ist in diesem Zusammenhang eine sogenannte Twitter-Konferenz: Dabei handelt es sich um eine virtuelle wissenschaftliche Konferenz, die über Twitter abgehalten wird, also in der internationalen Öffentlichkeit des Mikrobloggingdienstes. Am 17.11. diesen Jahres findet nun schon die zweite Public Archaeology Twitter Conference (kurz #PATC) statt. Das Konferenzthema lautet »An Equitable Archaeology« und eine der Sessions widmet sich dem Zusammenhang von »Archaeology and Politics«. Ich freue mich sehr darauf, in dieser Session einen Beitrag beizusteuern. Der Titel meines Beitrages lautet “Archaeology intervening in politics – learning from the past to create a better future?” Weiterlesen

Gastkommentar: Der Umgang der Politik mit den invasiven Arten

Seit einigen Jahren forsche ich an der Problematik der Neobiota (neu eingeführte bzw. eingewanderte Tier- und Pflanzenarten) und dem Umgang von Gesellschaft, Öffentlichkeit und Politik mit dieser Situation. So habe ich 2012 in Göttingen auf der Tagung »Biodiversität und Gesellschaft:  Gesellschaftliche Dimensionen von Schutz und Nutzung biologischer Vielfalt« über den gesellschaftlichen Umgang mit Neobiota am Beispiel der Halsbandsittiche (Psittacula krameri) entlang der wintermilden Rheinschiene referiert.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Garten & Teich kommentiere ich das derzeitige politische Verfahren zum Umgang mit invasiven Arten, also Neobiota, die durch ihre Ausbreitung eine starke Beeinträchtigung für Ökosysteme und die dort lebende Artengemeinschaft darstellen.

Gedanken zum Weltnudeltag: Wo bleibt der Wissenschaftsjournalismus 3.0?

Heute ist Weltnudeltag! Oder Weltpastatag, da streiten sich die Geister. Ein Tag gewidmet der Nudel mit ihren diversen Formen, Farben und Garzeiten. Die Medien greifen das dankbare Thema gerne auf und informieren über Wissenswertes aus der Kulturgeschichte dieser schmackhaften Teigwaren, aber auch über einige naturwissenschaftliche Fun Facts, etwa warum der Verzehr von Nudeln glücklich und müde macht.

So weit, so erwartbar. Ähnliche Berichterstattung beschallt uns jedes Jahr am 25.10., denn seit 1995 hat der Weltnudeltag Tradition. Ins Leben gerufen wurde er seinerzeit von der Nudelindustrie, aber das ist ein anderes Thema. Mich selber beschleicht bei all den im weitesten Sinne wissenschaftsjournalistischen Artikeln über die kultur- und naturwissenschaftlichen Facetten der Nudel eher ein anderer Gedanke. Nämlich die Frage, warum ausgerechnet am 25.10. eines jeden Jahres darüber berichtet wird? Das Thema Nudeln interessiert mich just heute kurz nach dem Frühstück nicht besonders. Vielleicht ja heute Abend, falls ich entscheide mir Pasta zu kochen. Oder auch erst am Wochenende, beim Besuch meines italienischen Stammlokals. Oder wenn ich das nächste Mal im Supermarkt vor der Vielzahl verschiedener Nudelprodukte stehe, und mich entscheiden muss, welche ich kaufe. Wer weiß. Aber doch nicht ausgerechnet heute, am 25.10., bei der morgendlichen Zeitungslektüre. Den Drang von Wissenschaftsjournalisten in allen Ehren, uns zu gegebenem Anlass allerlei Wissenswertes über die Nudel mitzuteilen. Aber wann ist dieser Anlass denn wirklich gegeben? Doch nicht ernsthaft, wenn wir morgens die Zeitung aufschlagen, oder zwischendurch schnell mal durchs Netz surfen. Viel eher doch, wenn wir im Alltag mit Nudeln, ihrem Einkauf, ihrer Zubereitung, ihrem Verzehr usw. beschäftigt sind. Weiterlesen

Essay: Was kann Technikkommunikation leisten?

Im Jahr 2015 nahm ich an der »Lernwerkstatt Technikkommunikation« teil, die von der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Wissenschaft im Dialog jährlich ausgerichtet wird. Wir Teilnehmer aus den Berufsfeldern Wissenschaft, Technik und Kommunikation logierten eine Woche lang im Deutschen Museum in München und hatten dort ausgiebig Gelegenheit, mit spannenden Referenten über die Herausforderungen der Kommunikation von Technik und Technologien zu diskutieren. Da nun bald wieder eine solche Lernwerkstatt beginnen wird, erinnerte ich mich an den Kurzessay, den ich 2015 im Rahmen meiner Bewerbung für die Lernwerkstatt verfasst habe. Darin widmete ich mich der Frage, was die Technikkommunikation zu den wissenschaftlich-technologischen Kontroversen der Gegenwart beizutragen im Stande ist. Da dieser Essay bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat, veröffentliche ich ihn nun an dieser Stelle: Weiterlesen

Interview: Wieso verlor StudiVZ die Relevanz als Social Network?

Dieser Tage liest man Berichte über die Insolvenzanmeldung von StudiVZ, die Augsburger Allgemeine zitiert mich dazu. Rückblick: Im November 2005 startete StudiVZ als deutschsprachiges Social Network und wurde rasch zu einer beeindruckenden Erfolgsstory mit in der Spitze 16 Millionen Mitgliedern. Wie erklärt sich der Niedergang dieses einst so beliebten Online-Dienstes?

Der Deutschen Presse-Agentur dpa gab ich im Februar ein umfangreiches Interview für einen Artikel über vergessene Online-Dienste. Auch zu StudiVZ wurde ich darin befragt. Weiterlesen

Open Science: Nationaler Aktionsplan beschlossen

Vergangene Woche beschloss die Bundesregierung den ersten nationalen Aktionsplan (NAP) im Rahmen der Teilnahme Deutschlands an der Open Government Partnership (OGP). Der Aktionsplan wurde im Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren entwickelt. Als Thementreiber für die Bereiche Open Science und Open Education habe ich die Entwicklung der zivilgesellschaftlichen Empfehlungen zu diesen zwei Feldern federführend begleitet. Weiterlesen

Deutschlandfunk Kultur: Einfach zu oldschool? Warum deutsche Historiker wenig bloggen

Für die Sendung »Zeitfragen« von Deutschlandfunk Kultur habe ich ein Interview zur Geschichtsvermittlung im digitalen Raum gegeben. Wie eignen sich Menschen heutzutage im Internet geschichtliches Wissen an? Und welche Rolle spielen dabei die Historiker?

Hier den Beitrag aus dem »Zeitfragen Magazin« vom 02.08.2017 hören:

Publikation: Warum in den Social Media über die Zukunft der Zoos mitentschieden wird

Für die aktuelle Ausgabe des TIERGARTEN Magazins habe ich einen Text geschrieben, der sich mit der Rolle und Bedeutung der Sozialen Medien (insbesondere Facebook) im öffentlichen Diskurs um die Zukunft der zoologischen Gärten befasst. Der Text steht hier kostenlos zu Verfügung.

ArchivCamp-Session: Ideen für gute Webarchivierung

Im Rahmen der Tagung »Offene Archive« in Duisburg fand am 19. Juni das erste deutsche ArchivCamp statt. Was ist ein ArchivCamp? Darauf geben die Veranstalter folgende Antwort:

Ein ArchivCamp ist ein BarCamp zu archivischen Themen. Genau wie bei einem BarCamp handelt es sich um eine “Unkonferenz” oder eine “Ad-Hoc-Nicht-Konferenz”. Es gibt im Unterschied zu klassischen Tagungen oder Konferenzen keine festgelegte Tagesordnung. […]

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Vortrag: Natur-, Arten- und Tierschutz als Referenzen im Diskurs um den Kulturgüterschutz. Sinnvolle Analogie oder argumentativer Fehlgriff?

Der Schutz bedrohter Kulturgüter ist nicht erst seit der Zerstörung von Palmyra ein aktuelles Thema. Die archäologischen Wissenschaften beginnen zunehmend, der Zerstörung von Kulturgütern und dem illegalen Antikenhandel eigene Antworten und Konzepte entgegenzusetzen. Weiterlesen

Vortrag: Wissenschaftsgeschichte im digitalen Zeitalter

Auf Einladung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen habe ich vergangenen Mittwoch dort zur »Wissenschaftsgeschichte im digitalen Zeitalter« referiert. Konkret habe ich den aktuellen Stand und die Perspektiven der Wissenschaftsgeschichtsschreibung mit genuin digitalen Quellen beleuchtet. Dabei bin ich insbesondere auf für Wissenschaftshistoriker spannende Quellengattungen aus dem World Wide Web eingegangen, etwa Blogs von Wissenschaftlern, akademische Social Media oder im Web verfügbare Vortragspräsentationen. Weiterlesen

Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes: Unser Beitrag zum Ideen-Slam

Unter dem Motto „digital. ökonomisch. relevant. Museen verändern sich!“ fand vom 7. bis 10. Mai die Jahrestagung zum 100. Geburtstag des Deutschen Museumsbundes in Berlin statt. Mein Kollege Nils Steffen und ich waren eingeladen, im Rahmen eines Ideen-Slams unseren Appell zum »Museum in postfaktischer Zeit« an die ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu richten. Mein Eindruck war, dass unsere Forderung nach einer aktiven Rolle von Museen als Hütern des Wissens im postfaktischen Zeitalter sehr positiv aufgenommen wurde. Weiterlesen

Beitrag: Von Bio-Artefakten und taxonomischen Verwerfungen. Einige wissenschafts- und technologiehistorische Überlegungen zu Stand und Zukunft der Synthetischen Biologie

Für das Forum Wirtschaftsethik, herausgegeben vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik, habe ich einen Beitrag über Stand und Zukunft der Synthetischen Biologie verfasst. Die technologischen Möglichkeiten der Synthetischen Biologie bergen gewaltiges innovatives Potential in sich. Gleichzeitig stellen sie völlig neue Fragen an das Mensch-Natur-Verhältnis. Aus wissenschafts- und technologiehistorischer Sicht zeige ich auf, wie die kategoriale Dichotomie zwischen Mensch und Natur, zwischen Artefakt und Biofakt, im Zuge der Synthetischen Biologie neu bestimmt werden muss. Weiterlesen auf forum-wirtschaftsethik.de

Think Tank 30: Frühjahrstagung zum Anthropozän

Am vergangenen Wochenende traf sich der Think Tank 30 (tt30), die junge Denkfabrik des Club of Rome, zur jährlichen Frühjahrstagung. Seit 2015 bin ich Mitglied des tt30 und freue mich jedesmal sehr auf die Tagungen mit ihren spannenden und inspirierenden Diskussionen. Wir trafen uns diesmal im Kloster Höchst im Odenwald. Weiterlesen

Vortrag revisited: Offenheit an Hochschulen im digitalen Zeitalter – Wir brauchen ein Update des akademischen Systems!

Mein Vortrag von der Konferenz Open!2016 in Stuttgart ist nun als Video online. Ich fordere darin ein Update des akademischen Systems, für mehr Open Science!

Vortrag: Die Dark Ages des World Wide Web verhindern – Anforderungen an gelingende Webarchivierung

Während meines Vortrages in Graz
(Quelle: Karl-Franzens-Universität Graz)

Die 7. Tagung Digitale Bibliothek, die Anfang März an der Karl-Franzens-Universitat in Graz (Österreich) stattgefunden hat, stand unter der Leitfrage nach der „Zukunft des digitalen Erbes“.

Auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen für Gedächtnis- und Wissenschaftseinrichtungen wurden auf der Tagung sowohl praktische Anwendungen vorgestellt, als auch Leitgedanken, Visionen und Rahmenbedingungen zur Zukunft des digitalen Erbes skizziert. Einen Beitrag zu letzterem habe ich mit meinem Vortrag „Die Dark Ages des World Wide Web verhindern – Anforderungen an gelingende Webarchivierung“ beigesteuert. Weiterlesen

Impulsvortrag: Das Museum in postfaktischer Zeit – ein Appell

In diesem Jahr feiert der Deutsche Museumsbund sein 100jähriges Bestehen. Ein Grund zur Freude einserseits, andererseits an Ansporn nach vorne zu blicken und über zukünftige Herausforderungen nachzudenken. Daher passt es sehr gut, dass die im Mai stattfindende Jubiläumstagung des Museumsbundes unter dem Motto „digital. ökonomisch. relevant. Museen verändern sich!“ steht. Im Rahmen dieser Tagung findet auch ein Ideen-Slam statt, bei dem sechs Ideen zur Zukunft der Museen in jeweils acht Minuten vorgestellt werden. Gemeinsam mit dem Historiker Nils Steffen habe ich eine Idee eingereicht, die erfreulicherweise angenommen wurde. So haben wir nun im Mai die Gelegenheit, unseren Appell zum „Museum in postfaktischer Zeit“ zur Diskussion zu stellen. Weiterlesen

Vortrag revisited: Open Data in der zeitgeschichtlichen Forschung – Chancen und Probleme

Bei den Open Access Tagen 2013 hielt ich einen Vortrag zu Open Data in der zeitgeschichtlichen Forschung. Dabei habe ich meine subjektiven Erfahrungen aus eigenen Forschungsprojekten geschildert und Herausforderungen für die historiographische Forschungskultur und Forschungspraxis aufgezeigt. Wie es der Zufall so will, findet dieser nun schon vier Jahre alte Vortrag in jüngster Zeit stärkere Beachtung. Weiterlesen