Vortrag: Geschichte schreiben! Die Historiker und der digitale Raum

Auf der diesjährigen re:publica, dem großen Netzkongress mit 7.000 Teilnehmern, habe ich einen Vortrag über die Geschichtsschreibung des digitalen Raumes gehalten. Unter dem Titel „Geschichte schreiben! Die Historiker und der digitale Raum“ habe ich mich dabei mit der Frage beschäftigt, wie künftige Historikergenerationen über das heutige (und frühere) World Wide Web forschen und schreiben werden, welche Quellen ihnen dafür zur Verfügung stehen werden und zu welchen Geschichtsdeutungen und Geschichtsbildern das führen wird.

Der Ankündigung meines Vortrages habe ich folgende Kurzthese vorangestellt:

Wie kommende Generationen auf das heutige Internet zurückblicken werden, hängt sehr von der Geschichtsschreibung zukünftiger Historiker ab. Welche Geschichtsbilder diese Historiker dabei prägen werden, hängt wiederum stark von den Quellen ab, die ihnen für ihre Forschung zur Verfügung stehen werden. Deshalb sind die Archivierung des Internet und die Geschichtsschreibung des digitalen Raumes keine akademischen Orchideen, sondern von hoher kultureller Bedeutung.

Bremen hat gewählt: Danke für Eure Stimmen!

Am 10. Mai wurde in Bremen gewählt. Ich freue mich sehr darüber, dass ich durch die Personenstimmen der Bremerinnen und Bremer direkt in die Bürgerschaft (unseren Landtag) gewählt wurde. Über meine politische und parlamentarische Arbeit werde ich künftig auf meiner Abgeordnetenwebseite www.jens-crueger.de informieren.

Miteinander Politik gestalten

Am 10. Mai wählt Bremen eine neue Bürgerschaft, wie unser hiesiger Landtag heißt. Ich kandidiere für die SPD und will mich im Parlament für Bremens Zukunft als Digitale Stadt und als Wissensstadt stark machen.

Ich bin der örtliche Kandidat der SPD für Arbergen und Mahndorf, aber man kann mich in ganz Bremen wählen. Ich freue mich über Eure Personenstimmen für meinen Listenplatz 39 auf der SPD-Liste.

Weitere Informationen zu meiner Kandidatur findet Ihr auf meiner Kandidatenwebseite jens-crueger.de und auf meiner Facebookseite.

Workshop: Auf dem Weg in die digitale Kreativallmende

Der diesjährige Bundeskongress Politische Bildung (19. bis 21. März in Duisburg) befasst sich mit den Ungleichheiten in der Demokratie und versucht dabei insbesondere Aspekte der Digitalisierung zu thematisieren. Ich habe für den Bundeskongress einen Vorschlag für einen Workshop eingereicht, in dem über Wege zu mehr kreativer Freiheit im Internet nachgedacht werden soll. Im Rahmen eines World-Cafés möchte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgende Fragen erörtern: 1.) Welchen Stellenwert sollen Urheber-, Nutzungs- und Verwertungsrechte im digitalen Raum haben und welcher Stellenwert soll im Vergleich dazu der kreativen Entfaltung und dem Recht auf Remix zukommen? 2.) Sind die Creative Commons-Lizenzen ein guter Lösungsansatz und welche anderen Modelle wären denkbar? 3.) Wäre eine digitale Kreativallmende ein erstrebenswertes Modell und falls ja, wie sollte sie ausgestaltet sein?

Bei einem Onlinevoting wurde mein Vorschlag als einer von zehn Workshops für den Bundeskongress ausgewählt. Vielen Dank allen, die für meinen Vorschlag gestimmt haben! Ich freue mich schon sehr darauf, diesen Workshop zu leiten und bin schon gespannt auf die Diskussionen und Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Hier findet Ihr die ausführliche Beschreibung meines Workshops und hier könnt Ihr Euch selber zur Teilnahme am Kongress anmelden.

Workshop: EUROPEANA 1914-1918

Seit einigen Jahren bietet die AWO in Bremen ein umfangreiches Fortbildungsangebot für ältere Menschen an, die ‚Universität der 3. Generation‚. Im Programm stehen auch Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung, so wurde in diesem Semester ein Workshop zur digitalen Bibliothek ‚EUROPEANA 1914-1918‚ angeboten. In dieser Online-Bibliothek werden digitalisierte Quellen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges bereitgestellt, die sowohl aus den Sammlungen von Archiven und Bibliotheken stammen, als auch von Privatpersonen selbstständig eingestellt werden können.

Bruno Steinmann und ich haben diesen Workshop gemeinsam geleitet, wobei wir zunächst in zwei kurzen Vorträgen den Entstehungskontext der EUROPEANA sowie deren technische Handhabung erläuterten. Danach ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in eine Praxisschulung. Neben der selbstständigen Recherche in der EUROPEANA wurden auch mitgebrachte private Materialien aus der Zeit des Ersten Weltkrieges per Scan digitalisiert und in die Datenbank eingestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten großen Spaß beim Umgang mit dieser digitalen Bibliothek und insbesondere die Möglichkeit, eigene Digitalisate anzufertigen und in die Datenbank einzustellen, wurde begeistert genutzt.

Social Media: Digitale Geschichtswissenschaft auf Twitter

In den kommenden 5 Wochen betreue ich den Twitter-Account der AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Ich bin schon gespannt darauf. Wer uns bislang noch nicht auf Twitter folgt, sollte das zügig nachholen: https://twitter.com/digigw

Publikation: Nichts als Hilflosigkeit

Das ‚Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung‚ widmet sich in der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift FIfF-Kommunikation dem Themenschwerpunkt ‚Überwachung‘. Der Soziologe Thomas Krämer-Badoni und ich haben darin einen Essay veröffentlicht. Unter der Überschrift ‚Nichts als Hilflosigkeit‘ kommen wir zu folgendem Fazit:

„Die Probleme der digitalen Gesellschaft müssen wir erst noch entdecken und verstehen, ihre Handhabung erfordert Offenheit und kulturelle Phantasie. Und erst nach der Entstehung neuer kultureller Strukturen werden wir die der digitalen Gesellschaft entsprechenden Rechtsformen entwickeln können. Angesichts der gesellschaftlichen Transformationen, die uns bevorstehen, wird die Entwicklung einer neuen Kultur der Kommunikation Jahre und Jahrzehnte, auch länger dauern. Der Weg wird lang und steinig sein, aber wir werden ihn gehen müssen. Auch für uns gibt es kein zurück. Wohin auch?“

Publikation: Die Dark Ages des Internet?

Heute erschien der Sammelband ‚Was bleibt? Nachhaltigkeit der Kultur in der digitalen Welt‘, der im Rahmen der CoLab-Initiative ‚Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt‘ enstanden ist. In diesem Sammelband wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was von unserem digitalen Kulturerbe in 20, 50 oder 100 Jahren noch erhalten bleiben wird. In meinem Aufsatz ‚Die Dark Ages des Internet‘ (S. 191-197) befasse ich mich mit der Geschichtsschreibung der digitalen Welt. Wie ist der aktuelle Stand der Geschichtswissenschaft auf diesem Gebiet? Wo liegen Chancen, Probleme und Risiken? Der ganze Sammelband ist als Open Publication zugreifbar.

Digitales Kulturerbe: Den Berliner Appell unterstützen!

Die CoLab-Initiative ‚Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt‘, der ich als Experte angehört habe, hat zu ihrem Abschluss den ‚Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes‘ veröffentlicht. Ich ermuntere alle Interessierten, diesen Appell zu unterzeichnen!

„Unsere Gesellschaft ist seit langem von dem Konsens bestimmt, dass Wissen und Kultur zu erhalten sind. Das Wissen unserer Tage wie die Kultur unserer Gesellschaft werden aber zunehmend mittels elektronischer Medien gespeichert und sollen über diese überliefert werden. Die Bewahrung dieses Wissens und dieser Kultur steht auf tönernen Füßen. Die Bereitschaft, auch in der elektronischen Welt in die Bestandserhaltung zu investieren, ist nicht sehr groß. Die Einsicht in die Notwendigkeit, die Prozesse der digitalen Langzeitarchivierung nachhaltig und dauerhaft zu finanzieren, ist noch nicht ausgeprägt. Die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Bestandserhaltung auch von analogen Informationsträgern sind noch lange nicht ausgeschöpft. Das ist ein Appell zur Nachhaltigkeit in der elektronischen Welt. Weiterlesen…

Zukunft der Wissenschaft: Open Access

Open Access in der Wissenschaft, das meint den freien Zugriff auf Forschungsdaten, -ergebnisse und -publikationen. Wurden diese Informationen früher restriktiv geschützt, so etabliert sich zunehmend ein offener und kollaborativer Umgang damit.

Im Mai war ich im Rahmen der Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF), in die ich als Wissenschaftshistoriker aufgenommen wurde, auf der DGUF-Jahrestagung in Erlangen. Dort wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, das renommierte Publikationsorgan der Gesellschaft – die Archäologischen Informationen – fortan als Open-Access-Zeitschrift zu veröffentlichen. Ich habe mich sehr über diese Entscheidung gefreut, denn sie ist ein Schritt in die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens. Auch wenn Skeptiker befürchten, durch Open Access käme es zu einer Entwertung wissenschaftlicher Publikationen (jener vielbeschworenen „Gratis-Mentalität“ im Internet), so ist gerade im wissenschaftlichen Bereich das Gegenteil zu erwarten. Denn durch Open Access haben auch jene Wissenschaftler eine Chance wahrgenommen, rezipiert und zitiert zu werden, die nicht in den wenigen erstklassigen Zeitschriften publizieren. Der wissenschaftliche Diskurs wird dadurch breiter und offener.

Sehr gespannt bin ich bereits auf die Open Access Tage 2013 im Oktober, an denen ich als Referent teilnehmen werde. In einer Session zum Thema „Umgang mit Forschungsdaten“ werde ich über meine persönlichen Erfahrungen mit Open Access und Open Data in der Geschichtswissenschaft referieren.

Konferenz: re:publica 13

Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung, die innovative Ideen zur Zukunft des Wissenschaftsjournalismus fördert und mich hierzu auch auch schon interviewt hat, nahm ich in diesem Jahr an der Netzkonferenz re:publica in Berlin teil.

Die Robert Bosch Stiftung bot dort zwei Sessions zum Wissenschaftsjournalismus der Zukunft an, „Vom Erklärbär zur Ameisenkönigin“ zu den Themen Crowdsourcing und Deliberation sowie „Goldene Zeiten für Entrepreneurial Science Journalism?„. Beide Sessions waren sehr gut besucht und inhaltlich spannend. Der Wissenschaftsjournalismus zeigte sich somit auf der re:publica diskussionsfreudig und aufgeschlossen gegenüber der digitalen Zukunft. Im deutschsprachigen Journalismus ist dies ja leider noch keine Selbstverständlichkeit.

Essay: Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum

Die April-Ausgabe der Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, widmet sich einem digitalen Thema, nämlich dem Spannungsfeld von „Transparenz und Privatsphäre“.

Ich habe für dieses Heft einen feuilletonistischen Essay geschrieben, dessen Titel lautet: „Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Raum: Konflikt um die Reichweite sozialer Normen“. Darin befasse ich mich mit der Problematik, dass Arbeitgeber in den Social Media gezielt nach Spuren ihrer Beschäftigten und Bewerber suchen und ein paar unglückliche Partyfotos auf Facebook schon ausreichen können, um die eigenen Jobchancen zunichte zu machen. Das ganze Heft kann kostenfrei heruntergeladen werden.

 APuZ 'Transparenz und Privatsphäre' (PDF)

Workshop: Eine Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918

Am 12. April findet im Haus der Wissenschaft in Bremen (Sandstr. 4/5) ein Workshop statt, auf dem einige Forschungsergebnisse des Projektes „Stadt im Krieg. Bremen 1914-1918“ präsentiert werden. Die Einführung und Moderation übernimmt Prof. Dr. Christa Hämmerle (Universität Wien), Expertin für die sogenannte „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes habe ich die Geschichte der Bremer Handelskammer im Ersten Weltkrieg untersucht, worüber ich in einem Vortrag (Annexionen? Kolonien? Handelsmacht? Kriegsziele und Kriegsgegner aus der Sicht der Bremer Handelskammerpräsiden, 1916–1918) berichten werde.

Presse: Mentoring-Programm der Universität Bremen

Seit letztem Jahr bin ich Mentee im Mentoring-Programm meiner Universität. Mein Mentor ist Stefan Schnier, der Geschäftsführer der Bremer Kunsthalle. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet nun das bremen4u|paper (hier geht es zum Heft, der Artikel findet sich auf der Campus-Seite) über unser Mentoring-Gespann.

Bewerbungen für die nächste Runde des Mentorings sind noch bis zum 15. April möglich. Ich kann dieses tolle Programm nur weiterempfehlen!

Interview: Wissenschaftsjournalismus 3.0

Die Robert Bosch Stiftung hat für ihre Facebookseite „Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus“ ein Interview mit mir geführt, in dem ich meine Idee zum Wissenschaftsjournalismus 3.0 erkläre. Mit dieser Idee habe ich den Publikumspreis auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012 gewonnen.

Hier findet Ihr das Interview auf Facebook…

Tagung: Tag des Wissenschaftsjournalismus 2012

Am Freitag war ich auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Thema waren in diesem Jahr „Lebensläufe im Wissenschaftsjournalismus“. In mehreren Sessions wurden wissenschaftsjournalistische Karriereverläufe, die Bedeutung gründlicher und investigativer Recherchen sowie die Rolle von Social Media für den Wissenschaftsjournalismus diskutiert. Im Rahmen eines Elevator-Pitches hatten zudem bereits im Vorfeld Nachwuchsjournalisten und Studenten ihre Ideen für den Wissenschaftsjournalismus der Zukunft einreichen können. 10 dieser Ideen waren von einer Jury für den Publikumspreis nominiert worden, sie wurden am Freitag in jeweils 2 Minuten dem Auditorium vorgestellt. Ich freue mich sehr, dass meine Idee nominiert wurde und ich das Publikum überzeugen konnte, so dass ich den Publikumspreis gewonnen habe. Demnächst darf ich nun meine Idee in den Räumen der Redaktion „Forschung aktuell“ des Deutschlandfunks weiter ausarbeiten. Ich bin sehr gespannt darauf.

Auszeichnung: Ludwig-Windthorst-Preis der Stadt Meppen

Der bekannte Zentrumspolitiker und Reichstagsabgeordnete Ludwig Windthorst hätte in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert. Obwohl niemals Vorsitzender der Zentrumsfraktion im Reichstag, war er dennoch deren unangefochtene Führungsfigur und überdies der wohl hartnäckigstige parlamentarische Gegenspieler des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Aufgrund seines selbstbewussten, engagierten und ausgleichenden parlamentarischen Stils gilt Windthorst bis heute als einer der bedeutensten deutschen Parlamentarier. Golo Mann nannte ihn gar den „genialsten Parlamentarier, den Deutschland je besaß“.

Um das Andenken an Ludwig Windthorst wach zu halten, hat die Stadt Meppen in diesem Jahr erstmals den Ludwig-Windthorst-Preis verliehen. Ich freue mich sehr, dass ich für einen parlamentsgeschichtlichen Essay („Die Perle von Meppen“ – Ludwig Windthorst als Vorbild für den Parlamentarismus im 21. Jahrhundert) mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.

Interdisziplinär: Politische Kommunikation

Ich wurde in das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo) aufgenommen. Da die historische Rolle von Wissenschaftlern als politische Akteure einer meiner Forschungsschwerpunkte ist, freue ich mich auf den Austausch in diesem interdisziplinären Netzwerk.

Tagung: Biodiversität und Gesellschaft

Das vorläufige Programm der Tagung Biodiversität und Gesellschaft, die vom 14. bis 16.11. an der Universität Göttingen stattfinden wird, ist jetzt online abrufbar. Der Titel meines Vortrages (in der deutschsprachigen Session zu Theorie und Grundlagenreflexion) lautet: Das Ende der Naturgeschichte? Was unser Umgang mit Neobiota über unser Verständnis von Biodiversität verrät.

CdE: Nordakademie 2012

Vom 26. bis 28.10. findet in Hamburg die 2. Nordakademie des Clubs der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademien statt. Teilnehmen können alle Mitglieder des Clubs, nicht nur Norddeutsche, eine Reise nach Hamburg lohnt ja auch von weiter her. Ich biete in diesem Jahr wieder einen Kurs zur Wissenschaftsgeschichte an. Hier die Beschreibung meines Kurses:

Wissenschaftsgeschichte revisited: Von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen

Worin besteht der Unterschied zwischen Wissen und Wissenschaft? Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen Forschungsgegenstand und Forschungsdiskurs? Wie beeinflusst das akademische System die wissenschaftliche Erkenntnis? Welche Bedeutung hat die Kenntnis der eigenen Wissenschaftsgeschichte für ein akademisches Fach? Diesen Fragen wollen wir mittels wissenschaftshistorischer, -soziologischer und -philosophischer Ansätze nachgehen.

Tagung: Die Gesellschaft im Anthropozän

Am 17. und 18.09. findet am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) die 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie statt. Das Thema der Tagung lautet: Die Gesellschaft im Anthropozän. Soziale Triebkräfte und Implikationen. Ich werde dort einen Vortrag zur Transformation von Wissensordnungen halten, der Vortragstitel lautet: Das Wissen im Anthropozän: Die Tierwelt als epistemologisches Ordnungsprinzip?

Presse: Buchpräsentation

„Jetzt sind auch die Achtziger Geschichte“ – der Weser Kurier berichtet über unsere Buchpräsentation…

Buchpräsentation: Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen

Am 18.07. ab 20 Uhr findet die offizielle Präsentation des Sammelbandes „Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen“ im Wienerhof Café (Weberstraße 25) in Bremen statt. Unter anderem werden Larena Schäfer und ich unseren Aufsatz aus dem Sammelband („Von kritikfähigen Szenetypen, zärtlichen Mackern und eigenwilligen Frauen. Kontaktanzeigen im Bremer Blatt und KursBuch als Medium alternativer Rollenbilder und Beziehungsentwürfe„) in einem kurzen Vortrag vorstellen.

Ad-hoc-Gruppe: Soziologische Vielfalt und interdisziplinäre Zusammenhänge

Mittlerweile wurden die Vortrags-Abstracts der Ad-hoc-Gruppe „Soziologische Vielfalt und interdisziplinäre Zusammenhängeonline gestellt, die im Rahmen des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (01. bis 05. Oktober 2012) stattfinden wird. Ich selber werde über die Historische Wissenschaftsforschung als Grenzbereich zwischen Soziologie und Geschichtswissenschaft referieren. Die thematische Bandbreite innerhalb unserer Ad-hoc-Gruppe ist äußerst beachtlich, ich freue mich schon auf spannende interdisziplinäre Diskussionen!

Symposium: Kunst und Politik in der Geschichte

Am vergangenen Wochenende fand an der Universität Bremen ein studentisches Symposium zum Thema Kunst und Politik in der Geschichte statt. Bereits zum zweiten Mal veranstalteten Bremer Geschichtsstudenten ein solches Symposium, eine beeindruckende organisatorische Leistung! Rund 40 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland fanden sich am Freitag und Samstag zusammen, um Aspekte des Wechselverhältnisses zwischen Politik und Kunst seit der Antike bis heute zu diskutieren. Spannend war die Vielfalt an verwendeten Quellengattungen, neben literarischen Texten unter anderem Karikaturen, Fotografien und architektonische Skizzen. Ich selber referierte am Freitag über deutsche Intellektuellengeschichte im Übergang von Nationalsozialismus zu junger Bundesrepublik. Als Beispiel hierfür wählte ich die Person Erich Kästners (Vortragstitel: Erich Kästner zwischen 1933 und 1945. Literat, Intellektueller, „Beobachter und Zeuge“?).

Das Symposium war ein voller Erfolg, allen Organisatoren großen Dank dafür! Ich hoffe sehr, dass es auch im kommenden Jahr wieder eine Fortsetzung geben wird.